RTF Mönchengladbach

 

Kalt – Nass – und ganz alleine

Mönchengladbach 8. Mai 12

 

Soll ich oder soll ich nicht? Wie wird das Wetter? Kalt, nass? Bereits einen Tag vor dem Start der RTF in Mönchengladbach stellte ich mir diese Fragen und war unsicher, ob ich Sonntag früh meinen wohlverdienten Schlaf vorzeitig unterbrechen sollte, um an der RTF teilzunehmen.

Meinen ursprünglichen Wunsch, am Radmarathon teilzunehmen hatte ich bereits einige Tage vorher begraben, da meine Vorbereitungen für eine so lange Strecke nicht ausreichend waren.

Doch die 150 km Runde? Die wollte ich schaffen.

Also stand ich am Sonntag um kurz vor sieben auf, bereitete mich und mein frisch geputztes Rad vor und ging bereits um kurz nach acht auf die Strecke.

Der Wind kräftig aus Nord-Ost blasend lies die Tachometer-Nadel immer über Tempo 30 steigen, die Temperatur von 8°C konnte ich durch entsprechende Kleidung gut ertragen. Regen war für heute nicht angesagt, also hatte ich gutgläubig auch meine Regensachen zu Hause gelassen.

Voller Zuversicht und auch ein wenig stolz mich überwunden zu haben fuhr ich zügig die ersten 20 Km. Unterwegs traf ich keine anderen Rennradfahrer, ich war scheinbar ganz alleine unterwegs? In der Ferne hinter mir bewegte sich ein kleiner roter Punkt. Also waren doch noch andere Aktive unterwegs.

An der ersten Kontrolle, mitten auf einem Feldweg, traf ich dann doch noch auf andere Fahrer. Im Gespräch mit den Leuten, die die Kontrolle betreuten, erfuhr ich, dass am Marathon nur sehr wenige Fahrer teilnahmen, der Grund: wahrscheinlich das kühle und feuchte Wetter.

Kurz nach der Kontrolle erste Regentropfen. Ich schaute zum Himmel und dachte, naja viel Regen wird nicht fallen, weiter geht’s.

Doch welch´ein Irrtum!!! Nach wenigen Kilometern war ich ziemlich nass, Wassereinbruch auf der ganzen Linie, besonders meine Füße kühlten rasch aus. Und ich hatte noch Rückenwind, wie soll das nur zurück werden. Nass und alleine gegen den kräftigen Wind?

An der Streckteilung entschied ich, dass unter diesen Bedingungen 111 km auch genug sind.

Länger zu fahren, dass erschien mir unverantwortlich für meine Gesundheit.

Kurz nach der Streckenteilung blieb ich unter einer Unterführung stehen und mir war so kalt und ich war so nass, dass ich anrufen wollte, damit ich abgeholt werde, vom ADAC.

Genau in diesem Augenblick fuhren drei Aktive an mir mit relativ hoher Geschwindigkeit vorbei. Mit dem Handy noch in der Hand fuhr ich hinterher, denn ich dachte mir, dass ist die Gruppe, mit der ich zurück gegen den Wind ankämpfen kann. Ich erreichte die Drei, weil eine Ampel zum Glück auf rot sprang. Weiter ging die Fahrt und selbst gegen den Wind konnten die Fahrer vorne noch ein Tempo von über 30 km/h fahren. Ich dagegen konnte nur unter Aufbringung aller Kräfte die Gruppe halten. Einmal war ich schon hinten aus der Gruppe raus gefallen und was für ein Glück: wieder ein rotes Licht und ich war wieder in der Gruppe.

Auf dem Rückweg überholten wir noch einige einzelne Fahrer, größere Gruppen gab es an diesem Tag wohl nicht. An der letzten Kontrolle fuhr ich schnell weiter, mir war unendlich kalt und meine Fußtemperatur betrug wahrscheinlich deutlich weniger als -15°C. Ein Mitstreiter fuhr auch direkt weiter, so dass unsere Gruppe nun nur noch aus zwei Personen bestand. Abwechselnd im Wind konnten wir eine kleine Gruppe vor uns erreichen. Etwas Ausruhen und dann ging es wieder schneller weiter. Von hinten erreichte uns noch ein Fahrer, zu dritt ging es auf die letzten Kilometer ins Ziel.

Ich bedankte mich bei meinen unbekanntem Mitfahrer und ohne eine obligatorsiche RTF Wurst zu essen stieg ich ins Auto und fuhr nach Hause.

Wie schön, dass mein Auto eine Sitzheizung hat, Stufe 3!!

Meine Füße konnten aufgrund der niedrigen Temperatur nicht mit in die Badewanne, sie blieben draussen, erst Stunden später erreichten auch sie Körpertemperatur.

Was für ein Sonntag!! Ohne Regen kann ich wohl gar nicht mehr fahren?

 

Sandra

 

Kettwiger Hügeltour

 

Der Kreisel auf der Kettwiger Hügeltour am 25.9.2011

Ein nebeliger, kühler, sonniger Spätsommer Morgen, mit gerade mal 9 Grad, der Tag schien schön zu werden, alle Wetterfrösche hatten dies auch so verkündet. Um 8:00 fuhren wir zu sechst mit den Autos nach Essen Kettwig, Stefan, Robert, Peter J, Lothar, Thomas und ich. An Start und Ziel trafen wir dann auf Volker, der hier in Essen wohnt. Erstmal zur Anmeldung….. es war mächtig was los hier, ein Gewusel und Gedränge, aber alle schienen zufrieden zu sein, mein Blick schweifte umher, ich suchte den Grill, würde ich meine „RTF WURST“ bekommen?, Na klar, da war er, der Grill. Meine Wurst war gesichert, aber die gibt es erst später. Es war schattig und ich bereute ein wenig, dass ich meine gute Windjacke nicht dabei hatte, egal dachte ich mir, kleine Gänge…… dann wird dir warm, spätestens aber am ersten Hügel. Alles war fertig und los ging es mit gemäßigtem Tempo, Volker übernahm erstmal umsichtig die Führungsarbeit der Rest von uns da hinter. Wenn ich mich umblickte sah ich eine grosse Traube, die sich an uns drangehängt hatte, naja dachte ich solange sie sich nicht in den Kreisel reinquetschen, egal.

Der Baldeneysee lag rechts von uns, unser Weg führte uns am Ufer entlang, mir war immer noch kalt. Dann kam auch schon der erste Hügel und schlagartig wurde mir warm, aber richtig warm. Weiter ging es zügig, Hügel hoch Hügel runter…………., mir wurde der Begriff Hügeltour nochmal sehr klar, für uns Flachland Fahrer mit dem Col de Windberg als höchste Erhebung sind diese Hügel fast schon richtige Berge. Beim langen Anstieg zur K1 bemerkte ich, dass meine Schaltung nicht so wollte wie ich, immer wieder versuchte ich mein Glück, ich musste mit dicken Gängen hoch. Oh man dachte ich, das kann ja lustig werden, wusste ich doch aus dem Vorjahr was noch auf mich zukommt. An K1 angekommen gab es erstmal eine Stärkung, anschließend wurde ein Foto für die neue Homepage gemacht, ein freundlicher Radkollege aus Dortmund war uns dabei behilflich, den wir im weiteren Verlauf der Strecke immer mal wieder trafen.

 


 

Dann kam die Streckenteilung 111km/75km Robert und Peter gingen wie vorher verabredet auf die 75er Strecke, wir verabschiedeten uns und wünschten uns eine gute Fahrt.

 

Weiter ging es auf der 111 km Strecke, in einer wunderschönen Landschaft, immer wieder wenn es die Strecke zu ließ blickten wir in diese Landschaft, ein Hügel nach dem anderen kam, anschließend fuhren wir zusammen die langen Abfahrten hinunter, wir fühlten uns gut, ließen es richtig „krachen“, kreiselnd schossen wir die Landstrassen entlang.

K 2 kam, ein großes Lob an dieser Stelle an den RSC ESSEN KETTWIG der eine super Verpflegung hatte.

Die Sonne schien kräftig, schnell wurde überflüssiges noch ausgezogen, Beinlinge, Armlinge wurden verstaut bevor es weiterging, mittlerweile hatte ich mich auch mit meiner Schaltung arrangiert und redete ihr gut zu, manchmal erhörte sie mich und war gnädig mit mir.

Es folgten Anstiege mit Spitzen von bis zu 12%, ich hörte wie unsere Schaltungen krachten, immer wieder ging es Rampen hoch, durch malerische Dörfer mit ihren Obstgärten, ich genoss es. Wir fünf blieben die ganze Zeit zusammen suchten uns immer wieder nach den Anstiegen, um dann zusammen in die Abfahrten zu fahren.

An K3 traf ich einen Radkollegen mit dem ich im Frühjahr den Marathon in M.Gladbach ein langes Stück zusammen gefahren bin, ein Hallo…. ein paar Worte….. wie geht’s………., was fährst du?

Auch hier war die Verpflegung wieder super gut, es gab sogar leckere Marmeladen Brote. Wir setzten uns zum letzten Drittel wieder aufs Rad und drückten nochmal richtig drauf, wieder waren wir sehr flott unterwegs, mein Tacho zeigte mir immer mehr als 40km/h, wir kreiselten wieder und wir näherten uns Essen Werden, das völlig verstopft war von Autos, Motorräder donnerten neben uns an Ampeln.

Wir schlängelten uns durch die Massen von Autos ich verlor ein wenig den Anschluss, aber das war nicht weiter tragisch wir waren kurz vor dem Ziel. Ich hatte auch schon den Grillgeruch in der Nase und freute mich auf mein RTF Würstchen, dieses lag schon braun gebruzzelt fix und fertig auf dem Rost.

„Willst du ne Wurst?“ wurde ich gefragt. Na klar! Mit Senf ! Danke…………

Leggaar………………

Fazit dieser wunderschönen RTF Veranstaltung bei herrlichen Wetter

121km und 1446 HM.

Alle Kreiselaner waren begeistert von der Organisation des RSC ESSEN KETTWIG und von der Streckenführung, eine sehr empfehlenswerte Veranstaltung die der Kreisel sicherlich wieder im nächsten Jahr besuchen wird.

 

Rolf